Wer heilt?

 

Niemand von den praktisch arbeitenden Heilern kann wirklich sagen, was genau bei seiner Arbeit fließt. Es ist weder begreifbar, noch vorstellbar, was durch ihn selbst und seinen Klienten bei Behandlungen fließt. Maximal können hierzu Begriffe aus seiner Vorstellungskraft verwendet werden: Gott, Liebe, Allumfassendes Bewusstsein, Prana, Chi, Universelle Energie u. ä. Das alles kann nach dem, was bisher durch Praktizierende sowie durch Wissenschaftler aus aller Welt bekannt ist, nur ansatzweise ein Teil von dem sein, was bei Heilbehandlungen zur Wirkung kommt. Damit stehen wir Menschen mit etwas in Kontakt, das soviel größer ist als alles, was wir uns vorstellen können. Genau das ist es, was die Geistheilung so mysteriös macht. Unser begrenztes Bewusstsein lässt unerklärlich, unmöglich und magisch erscheinen, was für die meisten Heiler fühl- und erlebbar und deshalb schlicht vorhanden ist.

 

Der Heiler selbst heilt nicht, wenngleich seine Titulierung darauf schließen lässt. Die althergebrachte Namengebung führt Skeptiker in die Irre. Jeder Mensch heilt sich selbst. Seine Selbstheilungskräfte werden mit den unterschiedlichsten Impulsen in Bewegung gesetzt. Solch ein Impuls kann z. B. ein Wort, eine Berührung, eine Entscheidung oder eine Energieübertragung sein, auch eine Erfahrung, neues Wissen oder heilsame Lebensmittel. Ganzheitlich entscheiden sich sein Geist, seine Seele und sein Körper zu heilen. Der Behandler, ob ein Heiler, ein Freund oder ein spezieller Therapeut, gibt den Heilimpuls nur an den Leidenden weiter. Er ist tatsächlich "nur" ein Dienender. Er unterstützt seinen Mitmenschen dabei, die Ursache seines Leidens mit allen Ursachenteilnehmern zu finden und zu bereinigen.

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